Schlagwort-Archiv: briefwechsel

Von Seemännern und Mikrofonen.

27. November 2013

Ich habe den gesamten Tag bei der Kulturstiftung Casa Alemana verbracht. Das was ich als zwei musizierende Vagabunden verstanden hatte, stellte sich als deutlich mehr heraus. Die Vagabunden heißen Ben und Hannes und kennen sich vom Tontechnikstudium in Berlin. Irgendwann haben sie ein Segelboot gekauft und sich in den Kopf gesetzt Musik mit Musikern von überall aus der Welt aufzunehmen. Eine Platte daraus zu machen, ein Buch zu schreiben und einen Film darüber zu drehen. Das ist jetzt zwei Jahre her. Weitere neun Monate wollen sie noch unterwegs sein. Den ganzen Tag haben sie mit verschiedensten Musikern aus Cartagena in der prallen Hitze aufgenommen. In der Casa Alemana. In einem grünen Hinterhof. Auf der Stadtmauer am Meer. Ich habe die ganze Zeit gelauscht, Mikrofone und Kameras getragen und mir die Geschichten der Weltreisenden angehört. Es war ein perfekter erster Tag. Die Jungs sind schon wieder unterwegs. Als nächstes Segeln sie nach Jamaika. Hannes wird in ein paar Wochen nach Deutschland fliegen und ich habe ihn zu einem Studiobesuch bei mir verpflichtet, bei dem er diese wunderschöne Geschichte erzählen muss.

Morgen werde ich dann etwas tiefer in die Stadt eintauchen und auch das erste Mal in den Ozean. Die Katze sitzt mir wieder gegenüber auf dem Stuhl. Ich glaube sie möchte etwas von den selbstgebackenen Plätzchen, die die Eltern meiner Freundin mir für sie mitgegeben haben und die jetzt auf dem kleinen Tisch im Innenhof stehen.

Fotos von diesem wunderbaren Tag gibt es in einem anderen Eintrag.

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Cartaribik!

26. November 2013

Geschafft! Mit viel Verspätung bin ich gestern Abend in Cartagena gelandet. Meine Freundin hat mich auf einen belebten Platz in der Nähe ihres Hauses mitgenommen. Es war voll mit Menschen, Jongleuren, jungen Leuten die Kunststücke mit Skateboards und Hula Hoop Reifen machten. Wir haben gefüllte Maisfladen gegessen und noch ein Bier getrunken. Dann sind wir nach Hause. Sie lebt im Haus eines Künstlers. Durch sein Atelier gelangt man in einen kleinen Innenhof, an den mehrere Zimmer angrenzen, in denen junge Leute wohnen. Ich fand es gestern hier schon sehr schön. Als ich heute morgen im Hellen aufwachte, sogar noch ein bisschen mehr. In der offenen Küche sich ein Müsli zusammenmixen und es dann im Hof unter dem Sonnensegel und dem wachsamen Blick einer Katze zu essen, ist schon gut. Die Freundin, die ich hier besuche, ist bereits zur Arbeit gegangen. Sie arbeitet in einer kleinen Kulturstiftung in der Altstadt von Cartagena. Dort werde ich jetzt hingehen. Zwei Künstler aus Rostock, die die Welt umsegeln sind zu Gast und werden ein bisschen Musik machen. Danach werde ich mich durch die bunten, karibischen Gassen treiben lassen und an den Sommersprossen arbeiten.

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Flucht vor Kälte.

26. November 2013

Ich hänge gerade am Flughafen in Bogotà fest. Mein Flug nach Cartagena hat Verspätung. Das habe ich nun über Umwege herausgefunden. Denn das einzige Gate an dem die Anzeige nicht funktioniert ist meins und was die hier so auf Spanisch erzählen, verstehe ich sowieso nicht. Das wird abenteuerlich werden, wenn sie nicht mal am Flughafen Englisch sprechen. Das ist wie das erste Mal in China sein, nur ohne Schriftzeichen. Wenigstens kann ich mir mit meinen verkümmerten Französischkenntnissen noch etwas zusammenreimen. Die Sonne hat meine Haut noch nicht geküsst. Die Sonne ging schon unter als ich hier ankam. Jetzt ist es Abend. Eine Freundin wird mich in Cartagena am Flughafen erwarten. Wir werden zu Ihr nach Hause fahren und noch etwas essen gehen. Dann wird es spät sein und ich wohl todmüde ins Bett fallen. Ab morgen arbeite ich an den Sommersprossen.

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Briefwechsel.

Manchmal bist du beschäftigt. Keine Zeit. Es ist gar nicht so, dass du nicht genug Zeit hättest. Der Kopf ist nur einfach zu voll mit anderen Dingen. Es gibt so Zeiten. In dieses Blog wurde in den vergangenen Monaten wenig geschrieben. Dabei habe ich so viel geschrieben, wie schon lange nicht mehr. Emails. Viele, viele Emails. Auch meine Reise nach Kolumbien im vergangenen November ist in vielen elektronischen Briefen festgehalten. Ich habe mich dazu entschlossen, meine Mails, die ich in Kolumbien geschrieben habe in etwas veränderter Form zu veröffentlichen. Das ist auch der Grund, warum diese Reiseeinträge ausnahmsweise auf Deutsch kommen.

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