Glitzernde Romanze.

Rumms. Rumms. Wumms. Kabumms. “Er gehört zu mir, wie mein Name an der Tür.” Es ist Christopher Street Day. Die Sonne strahlt mir ihrem breitesten Lächeln vom Himmel und wenn heute nicht die Schwulen, Lesben und Transsexuellen so sehr lachen würden, dann hätte Klärchen sicher den heutigen Wettkampf im um die Wette strahlen gewonnen. Heute aber haben die Anderen gewonnen. Die Anderen. So nennt man sie wohl, unter uns “normalen” Heteros. Und was sich dort dem homosexuellen, heterosexuellen, transsexuellen, sonstwassexuellen Auge bietet ist voller Techno, Glitzer, nackter Haut, Schminke, Luftballons und Schlager. Die homosexuelle Musikparade, die durch Berlin bis zum Brandenburger Tor glitzert, ist gut gelaunt. Vielleicht ein wenig zu gut gelaunt, ein wenig zu viel Glitzer, ein wenig zu viel Rumms und Wumms und Techno. Vor mir steht eine bunte Gruppe Mädels, vereint durch ihre Berliner Schnauze und optisch so unterschiedlich, wie es kaum möglich ist. Sie klagen über die Christophers und Christinas, die dort mitlaufen: echt sind die nicht mehr und gut für’s Image der Homosexuellen schon längst nicht. Aber wen interessiert das schon, wenn die Sonne scheint und der homosexuell, kreative Glam einem den Tag versüßt! Der Popstar der Berliner Homosexuellenszene ist auch da. Nur knapp einen Meter von mir entfernt, schiebt sich Klaus Wowereit durch die Menge, schüttelt Hände und lacht mit um die Wette. Und irgendwie geht alles ganz schnell. Rumms. Rumms. Wumms. Kabumms. Da kommt schon der nächste Wagen, Klaus Wowereit ist weg, die Gruppe Mädels auch. Ein junger Mann tanzt in Unterhosen auf dem bunten Wagen und eine Dragqueen lacht mit einem jungen Mädchen im Arm der staunenden Menge entgegen. Ich geh mir eben mal einen Hot Dog holen…. Rumms. Rumms. Wumms. Kabumms.

 

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