Archiv für den Monat: November 2013

Trainstation

Zugkompliziert.

In dem Film in deinem Kopf wäre es dunkel gewesen. Du hättest in die Dunkelheit des vollen Zugabteils gestarrt und der Regen wäre in dicken, schweren Tropfen schräg im Fahrtwind des Zuges an der Scheibe hinunter gelaufen. Stattdessen sitzt du da, im grellem, kalten Licht der Neonröhren. Es regnet nicht, aber der Zug ist trotzdem bis auf den letzten Platz besetzt. In den Gängen stehen dicht gedrängt die Menschen. Du willst niemanden ansehen und du willst kein Licht. Also schließt du die Augen und trotzdem ist es noch zu hell. Aber die geschlossenen Lider lassen die feuchten Augen nicht noch feuchter werden. Doch es ist egal, ob du die Augen geschlossen hältst oder offen, da ist dieses Bild von einem Gesicht, dass sich in dein poetisches Gedächtnis eingebrannt hat: die nassen aus dem Gesicht gestrichenen Haare, der kleine, kaum sichtbare Fleck an der Unterlippe. Du setzt die Kopfhörer auf und schaltest die Musik ein, um dich ein Stück mehr in dich zurückzuziehen. Es spielt das Lied mit der leisen Gitarre und den Bläsern, das du in den nächsten Tagen immer wieder hören wirst. Du wechselst den Zug, die Menschen werden weniger, das Licht weniger grell. Und als du dort aussteigst, wo du nur noch wenige Meter von dem Ort entfernt bist, den du Zuhause nennst, shuffelt die Musik diesen furchtbaren Song, der schon die ganzen letzten Tage lief. Du bekommst ihn nicht aus dem Kopf. Wie das Bild von diesem einen Gesicht aus deinem poetischen Gedächtnis.

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Krakow

The story between train rides. Poland. one.

Where do you go for vacation? – To Poland. – Why the hell!

Already before that question I knew why we, a friend with Polish routes and me, wanted to go to Poland: beutiful old cities, hearty food, caring people and some shared history. Seven days, one flight and lots of train rides I am not disappointed.

We started in Krakow. My friend M., who travelled a few days earlier there to visit some family, caught me with her uncle at the airport. He brang us to the city centre of Krakow. The Old town is stunningly beautiful there. Through small streets and alleys lined with colourful, plastered and painted houses you walk Rynek Główny. This main square together with the cloth halles builds the centre of old Krakow. The shops in there are so small that sometimes only one person can stand in a booth.

When there comes darkness in the evening and the lights in the streets arise and lighten the old buildings, Krakow is getting even more romantic. By the way – have you ever seen the sky burning?

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